SPRACHFERIEN IN BAGNO DI ROMAGNA
Es ist Winter. Ich sitze hier in der Schule und bin mit meinen Gedanken in Bagno di Romagna.
Viele Eindrücke gehen mir durch den Kopf und ich sehne mich nach der erlebnisreichen und spannenden Zeit zurück:
Ende August führ ich mit meiner Freundin, deren Schwester und Mutter Richtung Rimini. Als wäre es gestern gewesen, spüre ich noch das mulmige Gefühl in mir, was wohl auf mich zukommen würde.
Je mehr wir und dem Ort Bagno di Romagna näherten, desto aufgeregter wurde ich. Um so erstaunter war ich, als das riesige Haus und der große gepflegte Garten samt Schwimmbad vor mir lagen.
Das Anwesen erhob sich auf einer Anhöhe, von wo aus ich das kleine Kurstädtchen, eingebettet in eine wunderschöne toskanische Landschaft, überblicken konnte.
Ich und meine Freundin wurden sehr freundlich begrüßt und auf ein schönes großes Zimmer geführt.
Gleich nach unsere r Ankunft machten wir uns auf den Weg die Gegend und das kleine Städtchen auszukundschaften.
Am nächsten Tag gings los.
Ich stand schon sehr früh auf und suchte die Schule. Die Schule lag mitten im Ort neben dem Dorfplatz und der Kirche.
Studenten aus aller Welt trafen ein, um gemeinsam italienisch zu lernen. Ich war schon sehr gespannt auf unsere Lehrer.
Zu meiner Überraschung waren dies alle sehr nette und unkomplizierte Menschen, die einen lockeren Unterricht gestalteten.
Ich war mit großem Einsatz und großer Freunde bei der Arbeit, schließlich wollte ich ja viel für die Schule zu Hause lernen. Wir lernten nicht nur im Klassenzimmer, sondern machten auch gemeinsame Ausflüge nach Rimini und ein Picknick an einem nahe gelegenen See.
Meist kehrte ich hungrig und müde zu meiner Gastfamilie zurück. Dort wurde ich fürstlich bewirtet. Die Gastfamilie wurde schon bald wie eine große Familie für mich. An der reich gedeckten Tafel saßen nicht nur ich und meine Freundin, sondern auch die Gastfamilie selbst, samt Sohn und Tochter und drei Enkelkindern, noch zwei Südtirolern, zwei Engländerinnen einen Studenten aus Deutschland , einer Studentin aus der Schweiz und ein lustiger Priesterseminarist aus den Vereinigten Staaten von Amerika.
Schon vom ersten Augenblick an fühlte ich mich in der Gastfamilie und auch im Kurstädtchen recht wohl. Die Einwohner waren aufgeschlossen und freundlich.
Die „Non-Solo-Bar“ war ein beliebter Treffpunkt für uns Studenten, wo wir neue Kontakte knüpften und Freundschaften schlossen.
Die unterschiedlichen Sprachen (deutsch, englisch, französisch, italienisch) waren dabei kein Hindernis.
Wie im Flug vergingen die drei Wochen in dieser angenehmen und schönen Umgebung.
Viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen nahm ich von meinen Sprachferien aus der Toskana mit nach Hause. Gerne denke ich an diese schöne und unbeschwerte Zeit zurück.
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